Neues

 

Willkommen auf der offiziellen Informationsseite zur Demonstration am 1. Mai in Halle/Saale!



Zur Mai-Demonstration in Halle / Saale

Symbolisch für viele mitteldeutsche Regionen ist auch die Saalestadt Halle bis heute geprägt von Arbeitslosigkeit und Abwanderung. Für viele Menschen, für Arbeiterinnen und Arbeiter im geografischen Osten der Republik, sind die sie umgebenden Landschaften bis heute, mehr als zwanzig Jahre nach der Teilwiedervereinigung, nicht erblüht. Arbeitslosigkeit, sozialer Abstieg, Ausgrenzung aus sozialem wie kulturellem Leben prägen heute vielerorts das Bild derer, die nicht zur privilegierten Minderheit der Konsumgesellschaft zählen. Haben auf dem Gebiet der Alt-BRD die Arbeitskräfte aus fremden Ländern den deutschen Arbeiter bereits aus vielen Berufen verdrängt, so steht diese Katastrophe mit der Einführung der so genannten Arbeitnehmerfreizügigkeit nun auch den Werktätigen im mitteldeutschen Raum bevor. Keine Beschwichtigungspropaganda der Demokraten und billige Argumente wie „für diese und jene Arbeit ließe sich kein Deutscher herab“ können über die Realitäten des kapitalistischen Wirtschaftssystems hinwegtäuschen. Der Mensch ist zum Humankapital der Großkonzerne geworden, in deren Spiel um die möglichst effizienteste Gewinnmaximierung der Arbeiter lediglich die nach Belieben verrückbare und austauschbare Figur darstellt. Die Fakten sprechen eine deutliche Sprache. So liefen die Verträge unzähliger ohnehin schon nur über Zeitarbeitsfirmen beschäftigter Arbeitnehmer in der grenznahen Autozulieferindustrie am 30. April dieses Jahres aus – Zukunft ungewiss. Bei großen Herstellern der Halbleiter- und Computerchipindustrie gab es bereits vor Wochen Lehrgänge mit bis zu mehreren hundert Arbeitnehmern aus dem osteuropäischen Ausland. Und auch aus der Altenpflege berichten Betroffene, dass Teile der Belegschaft mit Hinweis auf die in Kraft tretende Arbeitnehmerfreizügigkeit über Ihre Entlassung unterrichtet wurden.

Neben den Demonstrationen in Bremen am 30. April, sowie in Heilbronn und Greifswald am 1. Mai, trugen auch in Halle / Saale bis zu 900 Deutsche den Protest gegen diese Zustände auf die Straße. Auf der Ernst-Kamieth-Straße in unmittelbarer Nähe zum Hauptbahnhof formierte sich gegen 13.15 Uhr der Demonstrationszug. Mit einer kurzen Auftaktkundgebung, bei welcher der Kamerad Axel Reitz die Versammelten auf das Thema des Tages einstimmte, war die Versammlung zuvor eröffnet worden. Unter lautstarken Sprechchören begann nun der unter dem Motto „Zukunft durch Arbeit – Fremdarbeiter stoppen!“ stehende Aufzug. Dass die Demokraten mit ihrer routinemäßigen Repressions- und Aggressionspolitik alles daran setzen würden die Aktion in Ihrer ursprünglich angemeldeten Form zu behindern muss jedem einleuchten, der sich ernsthaft mit diversen Versammlungen des deutschen Widerstandes der letzten Monate auseinandergesetzt hat. So nahm man die durch die Versammlungsbehörde durchgesetzte Änderung der Marschroute zur Kenntnis und nahm damit gleichzeitig die Gelegenheit wahr, den Protest dort auf die Straße zu tragen wo sich der deutsche Arbeiter täglich den Parolen menschenverachtender Ideologen ausgesetzt sieht, nämlich inmitten den Kiez der Reaktion. Der offensichtlichen Eskalationspolitik der Systemeinheiten war es dabei geschuldet, dass es bereits beim Vorbeimarsch am Stadtpark zu Übergriffen, Stein- und Flaschenwürfen aus den Reihen krimineller Gewalttäter auf friedliche Demonstrationsteilnehmer kam. Über Riebeckplatz und Magdeburger Straße bewegte sich der Demonstrationszug unvermindert lautstark und entschlossen zur Medizinischen Fakultät der Martin-Luther-Universität, wo Aufstellung zur großen Kundgebung genommen wurde. Neben Aktivisten aus Thüringen und Sachsen sprachen auch die Kameraden Dieter Riefling, Maik Müller und Sven Skoda.

Der anschließende Rückmarsch zum Hauptbahnhof führte über die Krausen- und Volkmannstraße. Im Zuge der offensichtlich auf Eskalation ausgerichteten Taktik der Einsatzkräfte kam es hier erneut zu gewalttätigen Übergriffen durch Gegendemonstranten. Steine, Flaschen und andere Wurfgeschosse flogen in die Reihen der friedlichen Demonstranten. Anstatt ihre Maßnahmen in erster Linie gegen die Störer der bestätigten Versammlung zu richten, wie es nach Auffassung der Gerichte die Aufgabe der Polizei ist, besorgte diese nun das was die Angriffe der Gegendemonstranten zuvor nicht vermochten. Hemmungslos prügelten Beamte auf Demonstrationsteilnehmer ein, welche zuvor ihr Recht auf körperliche Unversehrtheit schützen wollten. Dabei kam es auch zu Verletzten. Unter Berufung auf die von den Systemeinheiten selbst herbeigeführten Zustände erzwangen diese letztendlich die Auflösung der Veranstaltung. Ihr erklärtes Ziel aber, die Demonstration der deutschen Opposition zum Tag der Arbeit in Halle mit allen Mitteln zu verhindern, haben weder die Demokraten, noch ihre Handlanger erreicht.











Weitere Berichte zur Demonstration am 1. Mai 2011 in Halle / Saale findet Ihr hier:

> Gewaltbereite Neonazis ausgebremst? http://www.hans-pueschel.de/